Entwässerung scheitert am Geld?


Küstriner Vorland: Wie wir bereits berichteten, arbeitet man in Manschnow einen Entwässerungsplan aus. Der Schock bei den Bürgern in Herzershof dürfte noch tief sitzen. Ihre Hoffnungen auf künftig trockene Keller dürften jetzt nur Träume bleiben! Was wurde noch zur Zeit des Hochwassers getönt und versprochen?

Der Golzower Amtsdirektor Lothar Ebert hatte die Vertreter der Großgemeinde Küstriner Vorland vor die Wahl gestellt: Entweder die Entwässerung oder den Ausbau des zweiten Teils der Friedensstraße, die im vergangenen Jahr bis zur Hälfte saniert wurde, fertig zu stellen.

Da liegen der Gemeinde nun Steine im Weg, da diese das Projekt Entwässerung vorfinanzieren müßte. Aufgrund des Defizits im Gemeindehaushalt (etwa 750.000 Euro) ist es jedoch nicht möglich, diese Vorfinanzierung zu leisten. Ebert erinnerte die Gemeindevertreter daran, da sie an beiden Projekten festhalten, daß die Gemeinde dem Amt Golzow noch zwei Raten der Amtsumlage schulde. Somit nahm er den Druck aus der Debatte.

Was tun? In solchen Fällen, wo z.B. eine hohe Hochwassergefahr besteht, sollte man das Land oder den Bund in die Pflicht nehmen, um diese für Mensch, Haus und Tiere zu mindern bzw. abzuwenden. Die haben aber gerade mit dem EHEC Problem zu tun und daher für kleinere Belange weder ein Ohr noch Geld dafür! Jedoch sind ausreichend Gelder für Griechenland vorhanden, was man nach nur einem Wochenende verkünden konnte! In einer Sondersitzung werde man diskutieren, ob man Kredite zur Finanzierung der Projekte auch für andere Orte beantragt und das Amt somit die Vorfinanzierung stellt! Werte Gemeindevertreter, fragen Sie doch mal bei der EU nach, ob der Haushalt der Gemeinde auch bei uns ausgeglichen werden kann.

Auch im Nachbarort Küstrin-Kietz regt sich großer Widerstand! Die gewählten Vertreter faßten im nicht öffentlichen Teil ihrer Sitzung beim Haushaltssicherungskonzept einen Beschluß zum Verkauf des Kulturhauses. Bei den Bürgern stößt dieses Vorhaben auf Unmut. Gesagt werden muß auch, daß das Kulturhaus vor nicht allzu langer Zeit für viel Geld saniert wurde! In drei Wochen findet eine Versammlung statt, bei der beraten wird, wie man mit dem Kulturhaus weiter vorgehen wird. Gerade jetzt, wo die Kassen leer sind und die Zahlungsunfähigkeit droht, käme der Gemeinde ein Verkauf recht und würde dringend benötigtes Geld in die Kasse spülen, zumal die jährlichen Unterhaltskosten bei 40.000 Euro liegen! Nun habe man noch die Worte noch im Ohr, daß dieses als Festsaal und Versammlungsraum vermietet werden sollte. Die Realität sieht leider anders aus, denn die Auslastung ist sehr gering! Man könnte die Vermietung fördern, indem man öffentliche Anzeigen schaltet und mit einer professionellen Weltnetzpräsenz und Hinweisschildern Werbung macht, da das Gebäude durch die Ortsumgehung nicht wahrgenommen wird.

Gerne sind wir als Kreisverband bereit, unsere regelmäßigen Veranstaltungen in diesen Räumlichkeiten durchzuführen, vorausgesetzt, daß die Miete in der Gemeinde verbleibt und angemessen verwendet wird! Wir sind für den Erhalt des Kulturhauses und werden die Bürger vor Ort unterstützen.

Werte Bürger, nun sehen Sie, wie Politiker Haus und Hof verkaufen und unsere Heimat in Stich lassen. Setzen Sie diesem Treiben ein Ende und wählen Sie National!

Enrico Gesche



NPD – Kreisverband Märkisch Oderland am 8. Juni 2011
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