Wird das Oderbruch zum Wind- und Solarpark von Deutschland?
An die Windräder in der Region hat man sich mittlerweile schon gewöhnt, so legen die Damen und Herren der Gemeinden jetzt noch einen drauf und geben mehr und mehr Flächen für Wind- und Solarparks frei. So plant man nicht nur entlang der Ostbahntrasse (Küstriner Vorland) einen Solarpark zu errichten, sondern seit neustem nun auch auf dem Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik in Voßberg bei Letschin.
Der lokalen Presse ist zu entnehmen, daß die Gemeindevertreter einstimmig den Plänen der Altus GmbH zustimmten. So soll nun schnellstmöglich, am liebsten noch in diesem Jahr, der Bebauungsplan dafür erstellt werden. Was die Bürger dazu sagen, daß man mitten in ihrem Ort einen Solarpark errichtet, geht aus dem Bericht nicht hervor. Sicherlich ist das Gelände in einem desolaten Zustand, den es zu überwinden gilt, da dieses als Schandfleck geradezu beim Durchfahren des Ortes ins Auge sticht.
So plant der Betreiber des Parks, die gesamte Anlange von Altlasten (Ruinen, Schutt, Müll und Altreifen), die auf vorherige Nutzer zurückzuführen sind, zu befreien. Interessant wäre hierbei die Frage, wer für die Kosten aufkommt? Daß der Betreiber auf den Kosten sitzen bleiben will, ist kaum vorstellbar. So wird man sicher versuchen, die Gemeinde oder das Land in die Kostenspirale mit einzubinden. Einen Ansatz, worum es dem Betreiber wirklich geht, liest man im Text. Dort heißt es: „Der Zeitplan des Investors ist unterdessen eng gestrickt. Hintergrund ist die Einspeisevergütung des Bundes, die sich jährlich ändert.“[1] Das soll heißen, daß die Einspeisvergütung im nächsten Jahr geringer ausfallen kann und somit dem Investor Geld verloren geht! Daran ist zu erkennen, daß es nur um Profit geht und nicht um das Bild der Region.
Nun ist es für den Ort sicher eine große Erleichterung, wenn dieses Gelände in seiner jetzigen Form aus dem Bild des Ortes verschwindet. Daß man nun einen Solarpark errichten will, zeigt uns wieder, wie auch schon bei anderen Vorhaben (z.B. Flutung des Bruchs), daß man immer mehr darauf Wert legt, das Oderbruch für neue Bewohner und Firmen uninteressant zu errichten. So fördert man mit dieser Politik eher den Wegzug von noch vorhandenen Bewohnern, die es schon schwer genug haben, Arbeit in der Region zu finden. Man setzt gezielt auf den Wegzug der Leute und macht somit Wege frei, das Bruch zum Wind- und Solarpark Deutschlands zu machen. Gehen unsere Verantwortlichen weiter diesen Weg, steht bald auch einer vollkommenen Flutung des Oderbruchs nichts mehr im Wege. Sogleich ebnet man der vorerst gestoppten Verpressung von CO2 den Weg, die laut Berichten von Vattenfall zwar abgesagt wurden, was wir aber eher als Augenwischerei ansehen.
Werte Bürger, was unsere herrschenden Politiker mit dem Oderbruch vorhaben, darüber kann man nur spekulieren. Doch eins können wir als einzige Nationale Partei für Deutschland jetzt schon sagen. Allen Maßnahmen, die die Entvölkerung des ländlichen Raums fördern, stellen wir uns entgegen.
Wir stehen für die Zukunft unserer Region und einer lebenswerten Heimat ohne Einfluss der EU-Diktatoren! Denn das was Politiker der regierenden Parteien machen, ist darauf zurückzuführen!
Enrico Gesche
[1] siehe auch: MOZ, 16.12.2011
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